Morgens

Morgens früh um sechs Uhr zwanzig
Bin ich gewöhnlich noch recht ranzig.
Der Wecker stört im Schlafe mich
Doch stört dieses den Wecker nicht.
Er schreit mir gnadenlos ins Ohr:
„Komm unter deiner Decke vor!
Der Tag ist da, vorbei die Nacht,
hopp hoch mit Dir und aufgewacht!“

Ich öffne zaghaft meine Lider
die schließen sich jedoch gleich wieder.
Der Fuß wagt einen Blick nach draußen,
doch packt ihn da das nackte Grausen.
Aufgrund der Morgenluft der kalten,
rät er mir mich bedeckt zu halten.
Na gut, denk ich, und dreh mich noch mal um.
Und wünsche mir mein Wecker wäre stumm.

„Holladrio, ein schöner Morgen,
wohlan, es gibt viel zu besorgen!“
Ermahnend sagt er mir die Zeit,
ich bin jedoch noch nicht so weit.
An Motivation muss es mir fehlen,
sonst würde ich mich nicht so quälen.
Das Hirn schickt keinerlei Signale,
es herrscht noch Nacht in der Zentrale.

Nur die Vernunft, ganz in der Tiefe,
weiß, was geschäh’ wenn ich verschliefe.
Mit zarten Worten der Erweckung
holt sie mich aus der warmen Deckung.
Ihr Stimmchen spricht bedacht und weise:
„Beende langsam die Traumreise.
Vergiss nicht: aufstehen musst du sowieso,
denn du musst nämlich mal aufs Klo.“

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Ein Gedanke zu „Morgens“

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